Trainingszeiten:      Dienstags 19.00 - 20.00 Uhr    (Anfänger & Fortgeschrittene)
  Donnerstags 19.00 - 20.00 Uhr   (Anfänger & Fortgeschrittene)

 

Trainer: Thilo Schüle 6. Dan Ju-Jutsu
  Branislav Susak 3. Dan Ju-Jutsu
  Christoph Scheibel 3. Dan Ju-Jutsu

    

 JU-JUTSU ist ein modernes, dynamisches Selbstverteidigungssystem für die Praxis im täglichen Leben; im Einsatz bei Polizei und bei Spezialkräften.

Ju-Jutsu ist die sanfte Kunstfertigkeit von der Nachgiebigkeit. Ju-Jutsu ist eine waffenlose asiatische Kampfkunst aus Japan, die von den Samurai (adelige Japaner) angewandt wurde, um bei Verlust der Hauptwaffen (Schwert, Speer, Schwertlanze) weiterkämpfen, bzw. sich verteidigen zu können. Sie wurde aber auch von nichtadligen Japanern praktiziert.

Die unterschiedlichen Schreibweisen Ju bzw. Jiu für „weich, sanft, nachgeben, ausweichen” und Jutsu bzw. Jitsu für „Technik, Kunst” haben ihren Ursprung in der Transliteration der Schriftzeichen. Ziel des Ju-Jutsu ist es, einen Angreifer - ganz gleich, ob dieser unbewaffnet oder bewaffnet ist - möglichst schnell und wirksam unter Kontrolle zu bringen. Ju-Jutsu bietet dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten und Wegen: Ju-Jutsu ist mit seinen Techniken (Schock-, Hebel-, Wurf-, Würge und Waffentechniken) an der Realität orientiert und daher im Selbstverteidigungsfall voll einsetzbar. Rechtswidrige Angriffe werden durch ausweichendes Nachgeben – JU – neutralisiert. Es wird nur soviel technische Kunstfertigkeit – JUTSU – eingesetzt wie notwendig ist, um einen Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Die Kontrolle ist situationsabhängig und kann im Schocken, Festhalten oder Abtransport des Angreifers bestehen. Ju-Jutsu Techniken wirken ohne großen Kraftaufwand, daher ist Ju-Jutsu auch das klassische Selbstverteidigungssystem für Frauen!! Es soll nicht Kraft gegen Kraft angewendet werden, sondern die Kraft des Angreifers sollte gegen ihn selbst gerichtet werden. Das Ju-Jutsu Training ist mit seinen Techniken an der Realität orientiert und erfolgt im Selbstverteidigungsfall unter persönlicher Verantwortung und unter Bedachtnahme auf das nationale Notwehrrecht.

Das Grundprinzip des Ju-Jutsu lautet „Nachgeben, um zu siegen“. Dieses Grundprinzip entstammt einem der Entstehungsmythen des Ju-Jutsu. In diesem heißt es, dass ein Arzt auf einer Studienreise in China in verschiedenen Klöstern Unterricht im Nahkampf erhielt. Er musste allerdings feststellen, dass man zur Ausführung der Techniken recht stark sein musste. Zurück in Japan beobachtete der Arzt an einem stürmischen Herbstabend, wie schwere Eichen im Sturm zerbrachen. Die daneben stehenden Weiden jedoch bewegten sich im Wind, gaben bei jeder Böe nach und schwangen sofort wieder unversehrt zurück. Inspiriert von dieser Beobachtung gründete der Arzt die erste Ju-Jutsu Schule. Er nannte sie YOSHIN – RYU (Weidenschule). Die praktische Anwendung des Ju/Jiu – Prinzips bedeutet also stets, die Kraft und die Bewegung des Angreifenden gegen ihn selbst einzusetzen. Aus dem Ju/Jiu – Prinzip wird deutlich ersichtlich, dass es sich bei Ju-Jutsu um eine Kampfkunst handelt, deren alleiniger Zweck die Selbstverteidigung ist.

Ju-Jutsu zählt zu den alten japanischen Kampfkünsten und gilt unter ihnen als eine der effektivsten, ältesten und „ehrwürdigsten”. Das Wesen des Ju-Jutsu findet sich in dem Grundsatz: „Wendigkeit kontrolliert Kraft“ (JU YOKU GO O SEISU). Dem entspricht die Verpflichtung auf einen Angriff notwehrgerecht zu reagieren und den Angreifer angemessen zu kontrollieren.

Folgendes Video gibt einen guten Überblick über die Vielfältigkeit dieses Sports: